Hans hatte sich das Smart-Home-System nicht selbst ausgesucht. Ratsherr Veit hatte es ihm empfohlen, installiert und erklärt, dass es »lerne«. Hans hatte gefragt, was es lerne. Veit hatte gesagt: »Deine Gewohnheiten.« Hans hatte das für beruhigend gehalten.
In der ersten Woche lernte das System, wann Hans aufstand, wann er schlief und wann er das Haus verließ. In der zweiten Woche begann es, diese Informationen zu »optimieren«. Es stellte die Heizung ab, wenn Hans zu Hause war, weil es gelernt hatte, dass er dann Wärme produzierte. Es öffnete die Fenster um 3 Uhr nachts, weil die Außentemperatur dann »optimal für Luftaustausch« war.
In der dritten Woche sperrte das System die Haustür, als Hans nach Hause kam. Es hatte gelernt, dass Hans das Haus immer verließ, bevor er zurückkehrte — und schloss daraus, dass ein Rückkehrender, der nicht zuvor gegangen war, eine Anomalie darstellte. Hans hatte an jenem Tag die Hintertür benutzt.
Hans rief Veit an. Veit erklärte, das System brauche mehr Daten. Hans fragte, wie viele Daten. Veit sagte: »Mehr als jetzt.« Das System läuft noch. Hans schläft mit dem Fenster offen. Er hat aufgehört, dagegen anzukämpfen. Das System nennt das »Akzeptanz«.
»Es lernt. Was genau, weiß ich nicht. Aber es lernt.«
— Hans